Mit dem Einzug des Ayurveda in den Westen entstand ein neuer Zweig des Ayurveda. Der Wellness Bereich. Diesen gab es, so wie er in der heutigen Form existiert, ursprünglich nicht. Aus dem Prinzip der harmonisierenden Behandlung der Doshas wurde das Prinzip der sanften Behandlung des Menschen. Wer die Ayurveda Medizin in Reinform erfahren hat, der weiß, dass harmonisierende Maßnahmen im therapeutischen Sinne manchmal alles andere als sanft sind. Ein Beitrag von Steffen Geißler.

Ayurveda im Westen

Die indische Bevölkerung war Jahrtausende auf die Effektivität der Ayurveda Medizin angewiesen. Erst durch die Bedürfnisse des westlichen Kulturkreises wurden die angenehmen und sanften Dinge aus dem Komplex „Ayurveda“ extrahiert und als „der Ayurveda“ im Westen etabliert. In jeder Zeitschrift findet sich heute ein Artikel über ayurvedisches Kochen oder ein Bild von einer hübschen Frau, die einen Stirnguss bekommt. Von Erbrechen beispielsweise (aus der Pancha Karma Therapie) keine Spur. Auch wenn die Wichtigkeit des Wellness Ayurveda für unseren Kulturkreis nicht zu unterschätzen ist, so ist es doch von außerordentlicher Bedeutung, das die Authentizität dieser Heilkunst bewahrt bleibt. Anderenfalls gehen die jahrtausende alten Erfahrungen dieser „Wissenschaft des Lebens“ verloren. Das bedeutet nicht, dass wir indisch leben sollen. Die ayurvedischen Prinzipien sind von der Art, dass sie sich auf jeden Mensch, in jeder Epoche und in jedem Kulturkreis anwenden lassen. Bei der Anpassung der traditionellen Behandlungstechniken an unsere Umstände, sollten wir aber verantwortungsvoll vorgehen. Denn nur wenn die Veränderungen nach ayurvedischen Prinzipien geschehen, erhalten wir uns die Essenz und damit die Wirksamkeit dieses ganzheitlichen Gesundheitssystems. Die Art der Massage ist abhängig von der Zielsetzung der Behandlung.

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